Die Mormonen - Zwischen 'Wahrheit' und Wirklichkeit
Die Blutsühne

Dies ist sicherlich eines der dunkelsten Kapitel mormonischer Geschichte und eines, welches die Mormonen sehr gerne der Vergangenheit überlassen würde. Es zur Sprache zu bringen ist eine Pflicht für jeden, der darüber gelesen und recherchiert hat. Es zu verbergen, ein Wunsch derjenigen, die die Wahrheit nicht ertragen können.

Die Mormonen haben sich heute zwar von der Praktizierung der Blutsühne distanziert, deren Existenz in der Vergangenheit zeigt aber erneut, dass die Gemeinschaft ihrem Wahrheitsanspruch nicht gerecht werden kann.

Wenn wir über die Blutsühne sprechen, so sollten dabei folgende Punkte erwähnt werden:

  • Die Blutsühne
  • Gemäß mormonischer Lehre konnten bestimmte Sünden nur durch das Vergießen des Blutes des Sünders gesühnt werden.

  • Die Daniten

  • Eine durch den Propheten Joseph Smith ins Leben gerufene geheime Organisation (Bande), die an den Feinden der Kirche Rache üben sollte.

  • Der Utah-Krieg

  • Nachdem die Mormonen sich in Utah niedergelassen hatten, befanden sie sich eine Zeit lang mit den Vereinigten Staaten im Krieg.

  • Das Mountain-Meadows-Massaker

  • Ein von Mormonen und Indianern gemeinsam verursachtes Blutbad an einem Treck von Auswanderern während des Utah-Krieges im Jahre 1857. Dabei wurden weit über 100 Menschen - darunter Frauen und Kinder - in blindem religiösem Gehorsam, buchstäblich hingerichtet. Das letzte Geständnis von John D. Lee, einem Mormonen (Mitglied der Daniten und des geheimen Rats der 50 von Brigham Young), der an der Bluttat beteiligt war, gibt nicht nur Aufschluss über den Hergang, sondern belastet die Führung der Kirche zur damaligen Zeit sehr. Das Massaker ist das drittgrößte in der Geschichte der USA, nach dem Bombenattentat von Oklahoma (168 Tote) und den Terrorakten vom 11.09.2001 (mehrere Tausend Tote).